Am Freitag, den 04.05.2018 ging es für uns los nach Rostock, wo wir dem U-Boot-Bauer Carsten Standfuß einen Besuch abstatteten. Aufmerksam auf Carsten Standfuß wurden wir auf der Suche nach anderen U-Boot-Herstellern, von denen wir uns Tipps zum Bau eines U-Boots erhofften. Carsten Standfuß kam uns dabei mit seiner freundlichen Art sehr entgegen und konnte uns als Fachmann viel Wissen vermitteln. Wir konnten ihn mit unseren technischen Fragen löchern und er gab uns wichtige Ratschläge zu verschiedenen U-Boot-Zertifizierungen.

Er selbst fing schon früh an sein eigenes U-Boot zu bauen. Mittlerweile arbeitet er als Abteilungsleiter der Abteilung Neubau in der Werft Tamsen Maritim, Rostock – Hier ist, nebenbei erwähnt, die weltgrößte Fräsmaschine in Betrieb. Herr Standfuß ermöglichte uns die Besichtigung der Werft und zeigte uns sogar sein eigenes U-Boot „Euronaut“, welches eine maximale Tauchzeit von sieben Tagen hat. Es war hoch interessant den Innenraum eines U-Boots zu betreten und die dahintersteckende Ingenieursleistung zu sehen, was uns nur noch mehr motivierte unser eigenes U-Boot zu bauen. Einer der wichtigsten Erkenntnisse war für uns die U-Boot-Geschwindigkeit: Wir haben ursprünglich geplant das U-Boot mit einem Antrieb und einer Batterie zu versehen, welche eine Geschwindigkeit von 6-10 Knoten bzw. 11-18 Km/h erreichen kann. Von Carsten haben wir dann jedoch gelernt, dass solche Geschwindigkeiten gar nicht notwendig seien, wenn man auf Sicht tauchen möchte. Deshalb haben wir die Anforderungen an unseren Antrieb und unsere Batterie so runtergeschraubt, dass letztendlich Geschwindigkeiten von 2-4 Knoten bzw. 3-7 Km/h erreicht werden können.

Letztendlich haben wir dieses Wochenende unheimlich viel dazu gelernt und es war hilfreich, dass unsere theoretischen Ansätze und Entwürfe mal vom Profi angeschaut und optimiert wurden. Mit einem Gastgeschenk bedankten und verabschiedeten wir uns von Herrn Standfuß und machten uns auf den Heimweg. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön für die Unterstützung an Carsten Standfuß.